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Probotector II: Return of the Evil Forces
Retro Review von B. von Klitzing () | 20.01.2008

Probotector II. Was für ein langweiliger Name. Da hat Konami für Amerika ein wesentlich interessanteres Namensgewirr verursacht. Dort heißt der Titel schlicht Super C. Darauf folgte das US-exklusive Contra Force, was also wieder den Seriennamen in sich trägt, aber doch nicht als tatsächliche Fortsetzung gewertet werden kann, da unser Super Probotector (kommt Super C schon ziemlich nahe, oder?) dort wiederum Contra III heißt. Wir haben also vier Titel der Serie, von denen der zweite bei uns eine Zahl trägt, der vierte dafür in den USA, aber eine drei statt einer vier. Um die Verwirrung zu vervollständigen kommt übrigens bald Contra IV für den Nintendo DS, obwohl zwischenzeitlich diverse neue Teile für Mega Drive, Saturn, PSX und PS2 erschienen sind.

Wer den NES-Vorgänger oder den SNES-Nachfolger gespielt hat, weiß in etwa, was ihn hier erwartet: Meist streifen ein oder zwei agile Roboter von links nach rechts schwer bewaffnet durch Gegnerhorden um schließlich einen Boss am Ende des Levels zu zerlegen. In bester Jump ’n Shoot-Manier werden dabei Abgründe übersprungen, Extrawaffen gesammelt und unzählige Leben verloren. Die unterschiedlichen Settings wie zerfallene Stadt, Dschungel oder High-Tech-Gewölbe sind zwar optisch wenig beeindruckend in Szene gesetzt, dafür bleibt das Spielgeschehen trotz Gegnermassen und vieler Geschosse gleichzeitig auf dem Schirm meist flüssig und der serientypische Sound treibt ohnehin an. Das Waffenarsenal ist ziemlich beschränkt und leidlich interessant: Da wären ein dicker Laser und ein Feuerball, die beide langsam aber stark sind, ein übermächtiger Streuschuss und ein Maschinengewehr, das Dauerfeuer unterstützt...was bei den anderen Waffen schmerzlich fehlt, was wiederum permanentes, anstrengendes Knöpfchendrücken erfordert.

Gegner und Bosse sind (gerade im Vergleich zu Super Probotector) etwas einfallslos und wenig spektakulär designt, doch Konami streute gelegentlich Level ein, die aus einer Fast-Vogelperspektive spielen und durch veränderte Anforderungen gelungen für Abwechslung sorgen. Während normalerweise ein schneller Schussfinger gepaart mit einem schnellen Lauf durch die Levels zum Sieg verhilft, ist hier wesentlich mehr Taktik nötig. Die Roboter können hier plötzlich nicht mehr springen und bewegen sich merklich träger, wodurch Ausweichaktionen im letzten Moment praktisch unmöglich werden. Also will jeder Schritt sorgsam geplant und stationäre Feinde clever angegangen, aber gleichzeitig der stete Nachschub an beweglichen Gegnern aus allen Richtungen bedacht werden.

Fazit:
Probotector II ist wie die anderen Teile der Serie ein spaßiges Jump ’n Shoot mit tadelloser Steuerung, Klasse 2-Spieler-Modus und netten Level-Intermezzi aus einer anderen Perspektive. Allerdings fehlt sonst die Abwechslung und vor allem der Schwierigkeitsgrad fällt negativ auf. Das Spiel kann sich teilweise beim besten Willen nicht entscheiden, ob es einfach oder unglaublich hart sein möchte, doch insgesamt kommt ein verflixt frustrierender Titel dabei heraus. Gebt auf jeden Fall im Titelbildschirm diesen Cheat ein: Rechts, links, unten, oben, A, B, Start und spielt besser auch noch zu zweit. Oder legt euch am besten direkt Super Probotector oder Gunstar Heroes zu.

Von B. von Klitzing
WiiX Wertung:


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