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Super Ghouls ’n Ghosts
Retro Review von B. von Klitzing () | 02.09.2007

Viele klassische Spieleserien sind für ihren hohen Schwierigkeitsgrad bekannt (gewesen): Mega Man, Castlevania, R-Type um nur einige zu nennen. Doch kaum eine Serie hat es geschafft, sich diesen Ruf bis heute mit jeder neuen Episode zu verteidigen. Mit Ausnahme von Maikamura. Diese Capcom-Franchise rund um den tapferen Ritter Arthur mit seinen Herzchen-Shorts hat außerhalb Japans keinen einheitlichen Namen, jedenfalls nicht vor dem zweiten Teil. Der Erstling kam auf dem NES als Ghost 'n Goblins in europäische und als Ghosts 'n Goblins in US-Regale und frustrierte Zocker allenthalben. Netterweise hatte Capcom ein Einsehen mit uns unwürdigen Spielern und entschärfte fortan den Schwierigkeitsgrad etwas, doch auch die nunmehr drei Nachfolger plus die Maximo-Ableger gehören für viele zu den härtesten Spielen schlechthin.

Super Ghouls ’n Ghosts erzählt die selbe Geschichte wie seine beiden Vorgänger und wie zig andere Spiele. Der Held ist verliebt. Die große Liebe ist eine Prinzessin. Die Dame wird von Monster gekidnappt. Um die Geschichte geht es ohnehin nicht in einem solchen Spiel. Arthur marschiert los um Horden von Horrorkreaturen in feinster Jump ’n Shoot-Manier zu beseitigen, behindert durch fiese Sprungpassagen. Normalerweise genügen zwei Treffer zum Tod, was oft weite Rückversetzungen zum letzten Checkpoint bedeutet, aber wer fleißig herumhüpft, entdeckt in den größtenteils linearen Levels einige Schatzkisten, die neue Waffen (acht verschiedene), fiese Magier oder besondere Rüstungen beinhalten. Mit letzteren ist es möglich seine Waffen zu verbessern oder gar magische Angriffe einzusetzen, je nachdem welche Waffe man gerade besitzt. So lassen sich etwa Doppelgänger erzeugen oder vernichtende Angriffe starten.

Bis auf die Magie, die ohnehin selten zum Einsatz kommt, da eine magische Rüstung schneller wieder verloren ist, als man es wahrhaben möchte, ist Capcoms Ritterspeise traditionell bis ins Mark, doch das Design reißt den Titel aus dem guten Mittelmaß. Die typische Musik bleibt ihm Ohr, die Umgebungen sind wie auch die Gegner schön designt und abwechslungsreich (Geisterschiff und Mageninneres) und es stehen immer wieder Überraschungen an, wie sich verformendes Terrain und eine Floßfahrt.

Fazit:
Wer einen traditionellen SNES-Horror-Hüpfer mit klasse Design und hochkarätiger Musik sucht, sollte sich fragen, ob er hartgesotten ist und zwar wirklich hartgesotten. Wenn ja, darf er bedenkenlos zugreifen. Wenn nicht, ist Super Castlevania IV auf der Virtual Console die bessere Wahl. Ansonsten steht ab der ersten Septemberwoche der Mega Drive-Teil Ghouls ’n Ghosts zum Download bereit. Der ist weder einfacher, noch innovativer, aber in meinen Augen spielerisch noch etwas besser. Den Kauf wert sind beide 16-Bit-Episoden des Lanzen werfenden Ritters.

Von B. von Klitzing
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