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Retro-Review von Burkhart von Klitzing (mail) | 28.09.2008
Epyx wandert weiter zurück in der Zeit: Nach ihrem sechsten Sportspiel (California Games) und dem fünften (World Games) schwitzt die Virtual Console nun ob des Releases der Nummer zwei. Summer Games II gibt sich wesentlich bodenständiger und realistischer, muss deswegen aber nicht zwingend langweiliger sein. Erneut messen sich bis zu acht Spieler aus unterschiedlichen (wählbaren) Ländern in acht Disziplinen, also zwei mehr als im westamerikanischen Sportspektakel.
Der Triple Jump (Dreisprung) beginnt die virtuellen Olympischen Spiele simpel und spaßig zugleich. Statt wie bei ähnlich gearteten Spielen Geschwindigkeit durch Tastenhämmern aufzubauen, beschleunigen die Athleten hier automatisch und warten lediglich auf den korrekt getimten Absprung. Rowing (Rudern) stellt euch stets entweder einen menschlichen oder Computer-gesteuerten Spieler per Splitscreen gegenüber, den ihr durch rhythmische Bewegungen ausstechen solltet. Drückt links und rechts möglichst genau dann, wenn ein Schlag, bzw. das Ausholen beendet ist. Javelin (Speerwurf) gehört zu den Klassikern, sowohl von der Sportart her, als auch von der Art der Ausführung in Olympia-Spielen. Reale Verausgabung am Button wandelt sich um in virtuelle Verausgabung in Form eines schnellen Anlaufs, bevor schließlich ein möglichst guter Abwurfwinkel erreicht werden sollte. Equestrian (Reiten) beweist eine alte Schauspiel-Weisheit: Sobald Kinder oder Tiere ins Spiel kommen, wird es schwierig. Während Wassergräben und andere Hindernisse schnell am Auge vorbeiziehen, soll im richtigen Moment das Kommando zum Sprung gegeben werden. Klingt einfacher, als es ist.
High Jump (Hochsprung) weckt wie schon Gewichtheben in World Games die eine-Stufe-besser-noch Motivation. Das richtige Timing mag ähnlich Equestrian schwierig zu erlernen sein, dafür bieten die unterschiedlichen, frei wählbaren Höhen eine einigermaßen passende Herausforderung für Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen, zumal jeder Sprung bis zu zwei mal wiederholt werden kann. Fencing (Fechten) stellt das einzige Event dar, in dem beide menschlichen Spieler (oder Mensch gegen CPU) tatsächlich miteinander interagieren. Fünf Treffer wollen geschickt platziert werden, ohne dabei dem Gegenüber die Chance auf einen eigenen Treffer zu geben. Schade nur, dass die CPU dermaßen gut ist. Cycling (Radfahren) erfordert Kreisbewegungen, allerdings ohne dabei zu schnell oder zu langsam zu werden. Ein Pfeil dient als Indikator für das richtige Tempo. Hohe Konzentration, flinke Finger und Ausdauer vorausgesetzt, gewinnt ihr auch gegen einen menschlichen Widersacher. Kayaking (Kayak fahren) rundet das Gesamtpaket gelungen ab. Auf einem mehr oder weniger reißenden Fluss wollen 15 Tore durchfahren werden, wobei Felsen und fiese Torplatzierungen für Schweiß sorgen.
Fazit: Keine der acht Disziplinen von Summer Games II ist wirklich schlecht und keine fühlt sich sinnlos an, etwa, dadurch, dass sie einer anderen zu ähnlich wäre. So bleibt ein technisch schwaches, wenn auch liebevolles Paket von prima Sport-Minispielen, die im Multiplayer durchaus immer wieder reizen können, auch wenn nur vier Sportarten tatsächlich gleichzeitig angegangen werden können.
Von Burkhart von Klitzing
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Retro Review: Summer Games II
HerstellerCommodore Gaming
Erscheinungsjahr1985
GenreSport
Spieler1-8
Nutzbare Controller· Wii-Remote
· Classic Controller
· Gamecube Controller
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